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Im Jahre 1994 habe ich dieses Wort erfunden. Am Anfang stand die Idee
meine Erfahrungen als Pfarrer zusammen mit meinen psychotherapeutischen
Kenntnissen in eine psychologische Praxis einzubringen.
Was daraus werden würde, das wusste ich damals natürlich noch nicht.
Der Schritt in die Selbständigkeit war ein absolutes Wagnis, das mir selbst
sehr große Angst gemacht hat. Doch ich musste damals einen Weg finden,
denn die Amtskirche hatte mich nach einer Fernsehsendung, bei der ich
mich "kritisch", oder besser "viel zu kritisch" äußerte, auf die Straße
gesetzt, vom Dienst suspendiert, wie das so schön heißt.
Nun wollte ich aber dennoch an meiner Identität als Seelsorger festhalten.
Ich liebte und liebe meinen Beruf jetzt nur noch mehr und wollte frei
von kirchlichen Zwängen und Fesseln als Theologe, Seelsorger und Pfarrer
aber auch als Psychotherapeut und Erwachsenenbildner arbeiten.
Wie konnte das überhaupt gehen. Richtige Vorbilder gab es nicht. Außer
vielleicht Eugen Drewermann, einem streitbaren Theologen, mit dem ich
seit einem gemeinsamen Fernsehauftritt in regelmäßigem Kontakt stehe.
Das Wort Viata hat mir dabei geholfen, meinen Weg zu finden.
Denn das Entscheidende im Leben ist doch, dass ein Mensch seinen persönlichen
und individuellen Weg sucht, um dann erst einmal überhaupt eine Vision
von diesem Weg zu entwickeln. Hat er seine Berufung gefunden, kann er
diese in die Tat umsetzen und danach leben.
VIA heißt der Weg und diesen sollte man unbeirrt und selbstbewusst gehen.
VITA heißt das Leben, das vollzogene und authentisch gelebte Leben.
Aus den lateinischen Wörtern Via und Vita ist damals das neu geschöpfte
Wort VIATA geworden. Für mich ein Signalwort. Ein Aufbruch und ein Wort,
das mir selbst Mut machen sollte, meinen nun eingeschlagenen Weg konsequent
zu gehen.
Seit 1994 gibt es meine Praxis und gibt es mich, als jemand, der für
andere gerne Wegbegleiter und Helfer, Unterstützer und Mutmacher sein
will.
Ich heiße Sie hier, auf meinen Webseiten im Internet ganz herzlich willkommen.
Wolfgang Eifler
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