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Wolfgang Eifler |
Psychotherapie |
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"Psychotherapie ist die Anwendung von geplanten und strukturierten psychologischen Behandlungsverfahren zur Heilung oder Linderung von vom Patienten als krankhaft erlebten Störungen im Bereich der Wahrnehmung, des Verhaltens, der Erlebnisverarbeitung, der sozialen Beziehungen oder der Körperfunktionen, sofern diese Störungen vom Patienten nicht willentlich steuerbar sind und aus der Sicht des therapeutischen Experten auf Krisen seelischen Geschehens oder auf pathologisch veränderte seelische Strukturen zurückgeführt werden können, d. h. psychogen sind." Diese Definition stammt aus dem Brockhaus und sagt bereits alles aus was, über Psychotherapie verbindlich-normativ ausgesagt werden kann und muss. Darüber hinaus ist von mir ganz persönlich noch Folgendes zu sagen: Ich selbst bin kein Psychologe und auch kein Mediziner, ich habe zwar die selben Ausbildungen quantitativ und qualitativ mitgemacht, habe aber nach dem neuen Psychotherapeutengesetz keine Kassenzulassung. Ich arbeite rechtlich auf der Grundlage des Heilpraktikergesetzes und das seit 1995. Das heißt für meine Klienten: Sie haben keine Chance oder kaum eine Chance (Ausnahmen bestätigen auch heute noch die Regel). Die Kosten der Therapie über die Krankenkasse erstattet zu bekommen - sie müssen also selbst zahlen. Das ist schon einmal ein starkes Argument gegen mich und dafür, es erst einmal bei einem kassenzugelassenen Therapeuten zu versuchen. Aber was mache ich anders als dieser: Vielleicht gar nichts. Vielleicht aber auch eine ganze Menge: Ich arbeite mit den psychotherapeutischen Methoden, die ich gelernt habe: Gesprächstherapie und systhemische Familientherapie, außerdem mit meiner mittlerweile fast 20-jährigen Erfahrung als Seelsorger und Pfarrer und als Begleiter in Krisensituationen und als einer der aus seiner eigenen Lebenserfahrung eine ordentliche Portion Lebenswissen mittlerweile mitbringt. Ich selber weiß heute wieder und auch Sie sollten das wissen: Psychotherapie ist kein Allheilmittel, ob und wie sie tatsächlich wirkt, also hilft, das weiß keiner so ganz genau zu sagen. Und wer vorgibt es zu wissen, wer aus ihr sozusagen eine exakte Wissenschaft machen will, der ist entweder ein Scharlatan oder auch nur unsicher und unwissend und vielleicht auch noch ein wenig grün hinter den Ohren. (Entschuldigen Sie dieses flapsig-arrogante Reden.) Psychotherapie ist Begegnung zwischen Menschen, gelenkt, strukturiert. Sie ist keine Freundschaft. Nähe und Distanz spielen eine große Rolle. Sie ist natürlich auch Handwerk, aber auch eine Kunst. Sie ist das gemeinsame Suchen von Klient und Therapeut nach einem guten Weg für den Klienten. Es geht um Linderung von Beschwerden, bestenfalls um Heilung, aber vor allem geht es auch um diesen guten Weg. Immer spielen auch ganz grundsätzliche Lebensfragen in einer Therapie eine Rolle (zumindest in meiner Vorstellung): Was ist der Sinn meines Lebens, wohin will ich überhaupt? Was ist mein Lebensplan, was will ich erreichen? Was tut mir gut? Weiß ich überhaupt, was mir gut tut und was ich brauche? Was macht mich glücklich und zufrieden? Wie kann mein Leben glücken und gelingen? Wie integriere ich das Wissen um die eigene Vergänglichkeit in mein Lebenskonzept? Solche und ähnliche philosophisch-weltanschaulich-religiöse Lebensfragen gehören auch in ein gutes therapeutisches Setting. Zu mir kommen sowohl Einzelpersonen, als auch Paare und Familien. Sehr häufig kommen Menschen in großen Lebenskrisen, nach Trennungen oder nach dem Tod eines geliebten Menschen zu mir, um das endgültige Abschiednehmen zu verarbeiten und damit auch einen neuen Zugang zum Leben zu finden. Und es kommen Menschen zu mir die spüren: Ich stehe an einem Wendepunkt meines Lebens. Auch Menschen mit psychosomatischen Symptomen die intuitiv ahnen- ich muss einen anderen Weg suchen - ich muss mein Leben anders gestalten, es endlich in den Griff bekommen - es anders anpacken. Psychotherapie kann ein ganz vorzüglicher Helfer bei all dem sein. Ich
selbst stelle mich als Therapeut, als Wegbegleiter und als Mensch auf
diesem Weg zur Verfügung und gehe mit. So sehe ich Psychotherapie. Wolfgang Eifler |
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